Body Composition Basics # 4
Intro
Nachdem du etwas über die Messung deiner Body Composition und die Bestandteile eines nützlichen Tracking-Systems gelernt hast, kannst du diese Informationen nutzen und in zusƤtzliche Metriken umwandeln. Diese kƶnnen dir bei der Entscheidungsfindung bezüglich deiner Physique-, Performance- und Gesundheitsziele weiterhelfen. Hier erfƤhrst du mehr über diese Metriken: Wie sie berechnet werden, was sie bedeuten, wie du im Vergleich zu Referenzwerten „abschneidest“ und wie diese Referenzwerte genutzt werden kƶnnen, um deine Physique, Gesundheit und deinen Fortschritt in Richtung deiner Ziele zu beurteilen.
Body Composition Metriken: Berechnung, Referenzwerte und Interpretation
Die Basics: BMI und Umfangsmessungen
Die am häufigsten verwendeten und am leichtesten zugänglichen Body-Composition-Metriken sind der Body Mass Index (BMI) und Umfangsmessungen. Wie bereits erklärt, sind diese Metriken begrenzt nützlich, da sie dir nicht direkt sagen, woraus (und in welchen Mengen) dein Körper zusammengesetzt ist. Trotz ihrer Einschränkungen bleiben sie weit verbreitete Instrumente für schnelle Physique- und Gesundheitsbeurteilungen.
Body Mass Index (BMI)
Beginnen wir mit der bekanntesten Metrik, dem BMI. Er wird nach folgender Formel berechnet:
BMI = Gesamtkƶrpermasse (kg) Ć· KƶrpergrƶĆe² (m²)
Der BMI setzt also dein Gewicht in Relation zu deiner KƶrpergrƶĆe. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann der BMI für Erwachsene wie folgt kategorisiert werden [1]:
- Untergewicht: <18,5
- Normalgewicht: 18,5 – 24,9
- Ćbergewicht: 25 – 29,9
- Adipositas: ā„30
Obwohl der BMI einfach zu berechnen und weit verbreitet ist, ist es wichtig, seine Limitationen zu verstehen. Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fettmasse (FM) und fettfreier Masse (FFM) ā und damit auch nicht Muskelmasse ā, was besonders bei Athleten oder Personen mit hoher Muskelmasse zu FehleinschƤtzungen führen kann [2]. Das bedeutet, hohe BMI-Werte implizieren nicht zwangslƤufig hohe Fettanteile. Zudem sagt der BMI selbst bei hƶheren Werten aufgrund von mehr Fett nichts darüber aus, wie das Fett am und im Kƶrper verteilt ist [3].
Wenn der BMI jedoch in Verbindung mit anderen Metriken wie den unten genannten oder den zuvor beschriebenen verwendet wird und du ziemlich sicher sein kannst, dass ein hoher BMI aus viel Kƶrperfett resultiert, solltest du diese Information als Hinweis nutzen, Gewicht bzw. Fett zu reduzieren, um deinen BMI wieder in den Normalbereich zu bringen.
Bei einem niedrigen BMI gibt es allerdings noch weniger Interpretationsspielraum: Es ist (zu) wenig Kƶrpermasse insgesamt für die jeweilige KƶrpergrƶĆe vorhanden, unabhƤngig von der Kƶrperzusammensetzung. Ein (sehr) niedriger BMI sollte aufhorchen lassen, mƶgliche gesundheitliche Komplikationen aufgrund von MangelernƤhrung zu vermeiden [4].
Hüftumfang (Waist Circumference; WC) & Taille-Hüft-Verhältnis (Waist-to-Hip Ratio; WHR)
Obwohl Umfangsmessungen von sich aus keine direkte Identifizierung der Zusammensetzung der Gewebe unter den gemessenen Stellen erlauben, liefern sie nützliche Informationen für die Beurteilung von Physique und Gesundheit. Besonders die Taille ist ein guter Ausgangspunkt. Achte darauf, die Taille immer an derselben Stelle zu messen (d.h. auf Hƶhe des Bauchnabels), wobei das MaĆband direkt auf der Haut aufliegen sollte, ohne zusƤtzlichen Druck auszuüben (hier findest du ein empfohlenes KƶrpermaĆband, das einfache und konsistente Messungen ermƶglicht). Hier sind hƤufig verwendete Referenzwerte für Erwachsene und damit einhergehendes Gesundheitsrisiko [5]:
Für Männer:
- Erhöhtes Risiko: ℠94 cm
- Stark erhöhtes Risiko: ℠102 cm
Für Frauen:
- Erhöhtes Risiko: ℠80 cm
- Stark erhöhtes Risiko: ℠88 cm
Da die Bauchmuskeln nur einen relativ kleinen (aber weitgehend stabilen) Anteil deines Taillenumfangs ausmachen, ist der Taillenumfang (WC) ein wichtiges Maà zur Beurteilung von abdominaler Adipositas und damit verbundenen Gesundheitsrisiken, da hohe Werte und Umfangsänderungen primär durch Fett bedingt sind [6]. Wenn dein WC über diesen angegebenen Schwellenwerten liegt, solltest du daher in Erwägung ziehen, deinen Körperfettanteil zu reduzieren.
Da der WC jedoch mit dem Alter korreliert und zwischen den Geschlechtern unterschiedlich ist [7] [8], kƶnnen weitere MaĆe verwendet werden, um diese EinschrƤnkungen zu berücksichtigen. Das Taille-Hüft-VerhƤltnis (WHR) wird wie folgt berechnet:
WHR = Taillenumfang ÷ Hüftumfang
In Ƥhnlicher Weise kƶnntest du auch das Taille-GrƶĆe-VerhƤltnis (WHtR) berechnen, indem du den WC durch deine KƶrpergrƶĆe teilst, da es ebenfalls die damit verbundenen Unterschiede in relevanten demografischen Variablen berücksichtigt. Ćbereinstimmend mit den Risikokategorien für den WC klassifiziert die Weltgesundheitsorganisation das WHR wie folgt [9]:
Für Männer:
- Geringes Gesundheitsrisiko: ⤠0,95
- MƤĆiges Gesundheitsrisiko: 0,96 – 1,0
- Hohes Gesundheitsrisiko: ā„ 1,0
Für Frauen:
- Geringes Gesundheitsrisiko: ⤠0,80
- MƤĆiges Gesundheitsrisiko: 0,81 – 0,85
- Hohes Gesundheitsrisiko: ā„ 0,86
Die Gesundheitsrisiken, die mit einem höheren WHR in Verbindung gebracht werden, reichen von Bluthochdruck bis hin zu Diabetes (z.B. [10]). Unabhängig davon, ob du akut gefährdet bist, diese Erkrankungen zu entwickeln, ist ein hoher WHR ein starker Indikator für überschüssiges Körperfett mit seinen damit verbundenen Nachteilen [6].
Beyond the Basics: Weitere Body-Composition-MaĆe
Ćbereinstimmend mit den verschiedenen Modellen der Body Composition gibt es Metriken über die Basics hinaus, die sich direkter um die Kƶrperkompartimente von Interesse drehen: Fett und Muskeln. Da es jedoch im Allgemeinen einfacher ist, deinen Kƶrperfettanteil einigermaĆen genau zu bestimmen als deine Muskelmasse (zumindest ohne eine prƤzise BIA-Waage), sollten die Metriken rund um das Kƶrperfett für dich leichter zugƤnglich sein.
Kƶrperfettanteil (KFA bzw. Body Fat Percentage; %BF) & Fettmasse-Index (Fat Mass Index; FMI)
Die naheliegendste Metrik der „tatsƤchlichen“ Body Composition ist der Kƶrperfettanteil (KFA bzw. Body Fat Percentage; %BF), der die Menge an Fettmasse (FM) im VerhƤltnis zur Gesamtkƶrpermasse angibt:
%BF = (FM ÷ Gesamtkörpermasse) à 100
Grobe Referenzwerte für körperlich fitte Erwachsene in ihren 20ern sind die untenstehenden [11]. Beachte jedoch, dass diese Werte typischerweise mit dem Alter ansteigen [12] und sich auch in Bezug auf weitere demografische Variablen wie Ethnizität unterscheiden [13]:
- MƤnner: 15%
- Frauen: 23%
Das bedeutet, dass MƤnner im Allgemeinen zwischen 10% und 20% Kƶrperfett eine ordentlich schlanke Physique und damit verbundene gesundheitliche Vorteile haben, wƤhrend man bei Frauen einfach 8% darauf addieren kann (d.h. 18% – 28%). Darüber hinaus ist ein Kƶrperfettanteil in diesem Bereich eine gute Grundlage, um mit dem Muskelaufbau zu beginnen, da ein zu niedriger Kƶrperfettanteil dich anfƤlliger für eine (erneute) Zunahme von Kƶrperfett macht [14] [15] [16]. Ebenso kann ein zu hoher Kƶrperfettanteil ā neben den damit verbundenen Risiken ā deine Hypertrophie-Bemühungen wahrscheinlich einschrƤnken, zum Beispiel durch ungünstige Hormonprofile [17].
Wenn du deine Fettmasse (FM) kennst, kannst du auch deinen Fettmasse-Index (FMI) nach folgender Formel berechnen:
FMI = FM (kg) Ć· KƶrpergrƶĆe² (m²)
Daher gilt: Je hƶher dein FMI, desto mehr Kƶrperfett trƤgst du im VerhƤltnis zu deiner KƶrpergrƶĆe mit dir herum. Wie beim %BF hƤngen die FMI-Referenzwerte von verschiedenen demografischen Faktoren wie Alter und EthnizitƤt ab [18] [19] [20]. Darüber hinaus wird der FMI als Metrik für die Kƶrperzusammensetzung nicht so hƤufig verwendet wie die anderen besprochenen, weshalb es etwas schwierig ist, allgemein gültige Referenzwerte nennen. Wenn du jedoch jünger als 35 Jahre bist, sollte dein FMI unter den folgenden Schwellenwerten liegen, andernfalls wƤre es wahrscheinlich ratsam, etwas Kƶrperfett loszuwerden:
- Männer: < 6,0 kg/m²
- Frauen: < 8,5 kg/m²
Obwohl der FMI keine sehr hƤufig verwendete Metrik ist, hat sich gezeigt, dass er gesundheitsbezogene Risikofaktoren wie bspw. das metabolische Syndrom besser vorhersagen kann als der BMI und der %BF [21]. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, ihn gelegentlich zu evaluieren.
Muskelmasse-Anteil (%MM), Skelettmuskel-Index (Skeletal Muscle Index; SMI), Fettfreie-Masse-Index (Fat-Free Mass Index; FFMI) & Magermasse-Index (Lean Mass Index; LMI)
Das Ćquivalent zum %BF für die Muskelmasse (MM) ist der Muskelmasse-Anteil (%MM), der als Menge der (Skelett-)Muskelmasse im VerhƤltnis zur Gesamtkƶrpermasse berechnet wird:
%MM = (MM ÷ Gesamtkörpermasse) à 100
Bei den Referenzwerten für %MM wird es etwas komplizierter. Ein grundlegendes Problem besteht darin, dass deskriptive Werte in gesunden Populationen relativ selten sind. Das bedeutet, dass es nicht viele Studien gibt, die explizit den %MM groĆer Personengruppen für andere als klinische Zwecke messen [22] [23]. Eine Ausnahme zeigt jedoch die folgenden Referenzwerte für eine durchschnittliche Studienpopulation [24]:
Für Männer:
- 18-35 Jahre: 40% – 44%
- 36-55 Jahre: 36% – 40%
- 56-75 Jahre: 32% – 35%
Für Frauen:
- 18-35 Jahre: 31% – 33%
- 36-55 Jahre: 29% – 31%
- 56-75 Jahre: 27% – 30%
Hier gibt es einige Punkte zu beachten. Erstens ist die Muskelmasse bei Frauen geringer. Zweitens nimmt sie mit dem Alter ab, was %MM zu einer wichtigen Metrik für die Beurteilung von Sarkopenie macht, dem altersbedingten Verlust von Muskelmasse und -funktion. Drittens handelt es sich hierbei um deskriptive und nicht um normative (oder prƤskriptive) Werte: Diese Werte beschreiben den %MM der untersuchten Personen und schreiben nicht vor, was die Norm sein sollte. Es gibt jedoch grundsƤtzlich nicht so etwas wie zu viel Muskelmasse ā zumindest wenn sie auf natürliche Weise aufgebaut wurde. Deshalb solltest du anstreben, deinen %MM auf oder über die obere Schwelle des Altersbereichs von 18-35 Jahren zu bringen und dort zu halten.
Wenn du deine Muskelmasse kennst, kannst du auch den Skelettmuskel-Index (SMI) berechnen. Ćquivalent zum FMI ist der SMI eine relative Metrik der Muskelmasse, angepasst an die KƶrpergrƶĆe. Obwohl es aufgrund der KomplexitƤt der genauen Bestimmung der Muskelmasse mehrere Mƶglichkeiten gibt, den SMI zu konzeptualisieren [22], gibt es in Anlehnung an den FMI folgende Formel:
SMI = MM (kg) / KƶrpergrƶĆe² (m²)
In Bezug auf den SMI wird es noch komplizierter, Referenzwerte zu finden, die für die alltƤgliche, nicht-klinische Bewertung nützlich sind, da es die verschiedenen Konzeptualisierungen gibt. Zum Beispiel werden in klinischen Studien oft nur die appendikulƤren Muskeln ā also die Muskelmasse der GliedmaĆen ā berücksichtigt. Wenn du jedoch Zugang zu deinem SMI hast, solltest du generell hƶhere Werte anstreben und diese so lange wie mƶglich so hoch wie mƶglich halten.
Aufgrund der Schwierigkeit, deine Muskelmasse ohne geeignetes Equipment genau zu bestimmen, gibt es gelƤufigere, aber weniger spezifische Metriken im Vergleich zum SMI in Bezug auf die fettfreien Kƶrperkomponenten. Der Fettfreie-Masse-Index (FFMI) gibt die Menge an fettfreiem Gewebe (fettfreie Masse; FFM) im VerhƤltnis zur KƶrpergrƶĆe an. Da die FFM als Differenz zwischen Kƶrperfett und Gesamtkƶrpergewicht berechnet wird, kannst du sie leichter bestimmen als die Muskelmasse allein. Ćquivalent zum FFMI gibt der Magermasse-Index (Lean Mass Index; LMI) die Magermasse (Lean Body Mass; LBM) im VerhƤltnis zur KƶrpergrƶĆe an. Du kannst diese beiden Metriken mit entsprechenden Formeln berechnen, wobei die FFMI-Berechnung normalerweise einen kleinen Anpassungsfaktor enthƤlt [25]:
FFMI = FFM (kg) Ć· KƶrpergrƶĆe² (m²) + 6,3 Ć (1,8 ā KƶrpergrƶĆe (m))
LMI = LBM (kg) Ć· KƶrpergrƶĆe² (m²)
Wie hier erklƤrt, enthalten sowohl FFM als auch LBM alle Nicht-(Speicher-)Fett-Komponenten (Organe, Knochen, Muskeln und Kƶrperwasser). Der Unterschied besteht allerdings darin, dass LBM, nicht aber FFM, essenzielles Fett einschlieĆt (z.B. Fett in den ZellwƤnden von Neuronen). Essenzielles Kƶrperfett macht etwa 3 ā 5% des Gesamtkƶrpergewichts aus [26], daher ergeben sich für LBM hƶhere Werte für eine Person im Vergleich zu ihrer FFM ā und folglich auch für LMI vs. FFMI.
Trotz des konzeptionellen Unterschieds werden aus mehreren Gründen FFM / FFMI oft synonym mit LBM / LMI verwendet. Erstens ist die Menge an essenziellem Körperfett im Verhältnis zum Gesamtkörpergewicht relativ gering und auch über die Zeit recht stabil, weshalb es für alltägliche Zwecke praktisch nicht sehr relevant ist. Zweitens argumentieren Forscher, dass selbst der Unterschied auf konzeptioneller und chemischer Ebene oft nicht gegeben ist [27]. Daher ist es meist ausreichend, sich auf den FFMI zu konzentrieren. In Bezug auf Referenzwerte kannst du den FFMI entsprechend folgender Bereiche interpretieren:
Für Männer:
- Schwach: 16 ā 17
- Normal: 18 ā 20
- Gut: 21 ā 22
- Sehr gut: 23 ā 24
- Natürliche Obergrenze: 25
Für Frauen:
- Schwach: 13 ā 14
- Normal: 15 ā 16
- Gut: 17 ā 18
- Sehr gut: 19 ā 20
- Natürliche Obergrenze: 22
Diese Bereiche basieren auf Forschungen, die FFMI-Werte analysierten, die typischerweise durch Muskelaufbau ohne vs. mit Steroidkonsum erreicht werden können [25]. Wie bereits erwähnt, sind höhere Werte generell besser als niedrigere, da es keinen immanenten Nachteil gibt, mehr Muskeln zu haben. Allerdings sind FFMI-Werte, die die obere Grenze überschreiten, indikativ (oder zumindest verdächtig) für Steroidkonsum, per se aber nicht problematisch.
Anwendungsempfehlung: Interpretiere die Metriken kontextbezogen
Bei der Beurteilung deiner Body Composition anhand dieser Metriken solltest du bedenken, dass jede von ihnen im Kontext deiner individuellen Veranlagungen und UmstƤnde sowie deiner spezifischen Physique-, Performance- und Gesundheitsziele interpretiert werden sollte. Beachte dabei:
- Demografische Faktoren sind wichtig: Referenzwerte für die meisten Body-Composition-Metriken variieren je nach Alter, Geschlecht und anderen Variablen. Was für einen 25-jƤhrigen mƤnnlichen Athleten als „normal“ oder „ideal“ gilt, unterscheidet sich von dem, was für eine 60-jƤhrige Frau angemessen ist.
- Berücksichtige deine Ziele: Als Athlet oder Bodybuilder könntest du Werte auf diesen Metriken anstreben, die für die Allgemeinbevölkerung als extrem gelten würden. Wenn dein Ziel dagegen allgemeine Gesundheit und Langlebigkeit ist, könnten moderatere Werte angemessen sein.
- Entwicklung über die Zeit tracken: Oft liefert die Veränderung deiner Body Composition als Reaktion auf Ernährungs- und Trainingsanpassungen wertvollere Informationen als der Fokus auf absolute Werte.
- Sei konsistent: Wenn du deine Body Composition über die Zeit verfolgst, verwende die gleiche Messmethode und das gleiche Equipment, um konsistente und tatsächlich nützliche Informationen zu erhalten.
Von den verschiedenen Metriken erzƤhlt keine allein die ganze Geschichte. Verwende daher eine Kombination dieser Metriken, um ein umfassendes Bild deiner Body Composition zu erhalten.
Ćbereinstimmend mit und zusƤtzlich zu unserem vorgeschlagenen Tracking-System ist der BMI aufgrund seiner leichten Messbarkeit ein guter Ausgangspunkt. Wenn du nicht übermƤĆig muskulƶs bist, gibt dir dein BMI einen Hinweis darauf, ob du zu schwer (oder leicht) für deine GrƶĆe bist und ob du mƶglicherweise damit verbundenen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sein kƶnntest. Das ist jedoch alles, da der BMI nicht zwischen verschiedenen Kƶrperkompartimenten unterscheidet und daher von begrenztem Nutzen ist, wenn du betrƤchtlich muskulƶs bist ā etwas, das du zumindest bis zu einem gewissen Grad anstreben solltest.
Das WHR ist ebenfalls leicht messbar und zugƤnglich und bereits aussagekrƤftiger als dein BMI, da Fett nicht gleichmƤĆig am Kƶrper verteilt, zugenommen und verloren wird und die GrƶĆe deiner Bauchmuskeln relativ stabil ist. Dies macht das WHR zu einem guten ersten Indikator dafür, ob du zu viel Kƶrperfett hast. Darüber hinaus reagieren VerƤnderungen des WHR ā idealerweise wƶchentlich gemessen ā sehr empfindlich auf VerƤnderungen des Kƶrperfetts. Daher sind WHR-Zunahmen und -Abnahmen sehr wahrscheinlich auf Zunahmen bzw. Abnahmen des Kƶrperfetts zurückzuführen.
Die direkte Beobachtung deines %BF ist natürlich eine direktere Beurteilung deiner Kƶrperzusammensetzung. Eine regelmƤĆige Ćberprüfung deines %BF kann leicht mit einer guten BIA-Waage zu Hause durchgeführt werden, die dir in der Regel (je nach Hersteller und Modell) ordentlich genaue Messungen deines Kƶrperfetts und KƶrperfettverƤnderungen über die Zeit liefert.
ZusƤtzlich lohnt es sich definitiv, gelegentlich deinen FMI und FFMI als Referenz zu berechnen. Sobald du deinen %BF kennst, kannst du auch leicht deinen FFMI berechnen, der dir einen soliden Hinweis auf deine Muskelmasse und MuskelmasseverƤnderungen gibt. Das heiĆt, du willst nicht nur deinen %BF entsprechend deinen Zielen in gesunden Zielbereichen halten, sondern auch sicherstellen, dass du gesunde Mengen an Muskelmasse hast, aufbaust und beibehƤltst.
Take-Aways
In der Grafik siehst du nochmals eine Zusammenfassung der Metriken, die dir einfach und insgesamt umfassend eine gute Evaluation deiner Body Composition liefern.

Beachte allerdings, dass die Ziel-Referenzwerte ggf. an deine individuellen Ziele und Umstände angepasst werden müssten. Trotzdem sollte es dir mehr nutzen als schaden, diese Zielwerte zu erreichen und einzuhalten.
Outlook
Im nƤchsten Post über die Grundlagen der Body Composition geht es darum, warum es überhaupt wichtig ist, deinen Kƶrperfettanteil und deine Muskelmasse in gesunden Bereichen zu halten. Das heiĆt, du wirst Informationen über die spezifischen Auswirkungen finden, die Fett- und Muskelgewebe auf verschiedene Gesundheits- und Performance-Marker wie Hormonspiegel, Stimmung und kognitive FƤhigkeiten haben.
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